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Erektionsprobleme: Was passiert beim ersten Urologen-Termin?

Beim ersten Urologen-Termin wegen Erektionsproblemen steht zunächst das Gespräch im Mittelpunkt. Es geht darum, Beschwerden, Gesundheit und Erwartungen zu verstehen. Welche Untersuchung anschließend sinnvoll ist, hängt vom einzelnen Fall ab. Sie müssen weder eine Ursache kennen noch bereits ein bestimmtes Medikament ausprobiert haben.

Wie kann ich das Thema ansprechen?

Ein einfacher Satz reicht: „Ich habe wiederholt Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, und möchte das abklären lassen.“ Auch die Hausarztpraxis kann eine erste Anlaufstelle sein. Falls Ihnen das Gespräch schwerfällt, können Sie Ihre wichtigsten Punkte aufschreiben und den Zettel mitbringen.

Welche Fragen werden gestellt?

Zur Abklärung gehören die medizinische Vorgeschichte und Fragen zu Sexualität und psychischer Belastung. Dazu zählen beispielsweise Beginn und Verlauf der Beschwerden, Erektion, Lust, Orgasmus und Samenerguss. Auch Medikamente, frei gekaufte Präparate und Nahrungsergänzungsmittel sind wichtig. Das NIDDK beschreibt diese Bestandteile der Diagnostik.

Es hilft, konkret zu unterscheiden: Entsteht keine ausreichende Erektion, lässt sie zu früh nach oder fehlt vor allem das sexuelle Interesse? Gibt es Unterschiede zwischen Situationen? Solche Angaben unterstützen die Abklärung und sind keine Bewertung Ihrer Leistungsfähigkeit.

Welche Untersuchungen können dazugehören?

Eine körperliche Untersuchung kann Hinweise auf Veränderungen an Genitalien, Gefäßen, Nerven oder Hormonsystem geben. Welche Schritte nötig sind, sollte die Ärztin oder der Arzt erläutern. Fragen Sie nach, wenn Ihnen Zweck oder Ablauf unklar sind.

Die EAU-Leitlinie zur erektilen Dysfunktion sieht in der Basisabklärung unter anderem Blutdruck sowie Blutzucker, Blutfette und Gesamttestosteron vor; vorhandene aktuelle Befunde werden berücksichtigt. Für Testosteron wird eine morgendliche Blutentnahme im nüchternen Zustand beschrieben. Klären Sie vorher mit der Praxis, ob beim ersten Termin eine Blutentnahme geplant ist und wie Sie sich vorbereiten sollen.

Ein Ultraschall zur Beurteilung der Durchblutung, eine Messung nächtlicher Erektionen oder ein Injektionstest kommen bei bestimmten Fragestellungen infrage. Sie sind kein automatisch notwendiges Komplettpaket für jeden ersten Besuch.

Checkliste zum Mitnehmen

  • Beschwerden: Beginn, Häufigkeit, Situationen und Veränderungen der Lust.
  • Medikamentenliste: Namen und Mengen aller verwendeten Mittel, einschließlich gelegentlicher Einnahmen und Supplements.
  • Vorerkrankungen: bekannte Diagnosen, Operationen und relevante Vorbefunde.
  • Eigene Versuche: welche Mittel Sie tatsächlich genommen haben, welche Wirkung und welche Beschwerden dabei auftraten.
  • Ziele: Was soll sich für Sie verbessern? Welche Sorge möchten Sie zuerst klären?

Bringen Sie bei unklaren Produktnamen die Verpackung oder ein Foto davon mit. Eine ehrliche Angabe bereits verwendeter Mittel hilft der Beurteilung von Wechselwirkungen. Ändern Sie Ihre verordnete Behandlung nicht allein zur Vorbereitung des Termins.

Vier Fragen für das Ende des Gesprächs

  1. Welche Ursachen sind wahrscheinlich und was ist noch offen?
  2. Welche Untersuchung würde die Entscheidung tatsächlich verändern?
  3. Welche Möglichkeiten passen zu meinen Erkrankungen und Medikamenten?
  4. Wann besprechen wir die Ergebnisse oder überprüfen den Behandlungserfolg?

Eine Partnerperson kann auf Ihren Wunsch einbezogen werden. Sie können aber auch um ein Gespräch allein bitten. Wenn Sie eine Erklärung nicht verstanden haben, ist Nachfragen Teil einer guten Behandlung.

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Redaktionelle Quellenrecherche: 25. September 2026. Allgemeine Orientierung; Untersuchungsabläufe unterscheiden sich je nach Praxis und Beschwerden. Keine eigene ärztliche Begutachtung dieses Beitrags.

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