L-Citrullin wird häufig gemeinsam mit L-Arginin genannt. Die Verbindung ist biochemisch sinnvoll: Der Körper kann Citrullin zu Arginin umwandeln. Für die praktische Behandlung von Erektionsstörungen muss jedoch zusätzlich gezeigt werden, ob daraus ein spürbarer Nutzen entsteht.
Eine kleine Studie als Ausgangspunkt
Eine Untersuchung von 2011 schloss 24 Männer mit leichter ED ein. Nach einer Placebophase folgte eine Citrullinphase; bei einem Teil der Teilnehmer verbesserte sich die bewertete Erektionshärte. Das Ergebnis ist interessant, aber die kleine Teilnehmerzahl und das einfach verblindete, aufeinanderfolgende Design begrenzen die Aussagekraft.
Keine allgemeine Erfolgsquote
Die in einer solchen Studie beobachteten Anteile dürfen nicht als persönliche Erfolgschance für jeden Käufer dargestellt werden. Andere Ursachen der Beschwerden, andere Produkte und andere Begleitbehandlungen können zu anderen Ergebnissen führen. Auch langfristige Sicherheit wird durch eine kurze Untersuchung nicht vollständig erfasst.
Sportprodukt ist nicht gleich ED-Präparat
Citrullin wird auch in Sportmischungen angeboten, teilweise zusammen mit Koffein und weiteren Stoffen. Ein Ergebnis zu einer definierten Supplementierung gilt nicht automatisch für eine solche Mischung. Die vollständige Zutatenliste ist deshalb relevant.
Eine realistische Rolle
L-Citrullin ist keine gesicherte Sofortbehandlung und kein Ersatz für die Diagnose einer anhaltenden Erektionsstörung. Bei blutdruckwirksamen Medikamenten oder weiteren Potenzmitteln sollte eine Kombination fachlich geprüft werden. Der richtige Schluss aus der kleinen Studie lautet: ein Ansatz für weitere Forschung, mit noch offenen Fragen zur verlässlichen Anwendung.
Quellen und Einordnung
Stand: 28. September 2026. Redaktioneller Informationsartikel anhand der genannten Quellen. Keine individuelle Diagnose oder Behandlungsempfehlung; keine eigene klinische Prüfung des Produkts.




