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Stud 100, Stud 1000 und Stud 5000: Was Lidocain in der Liste tatsächlich bedeutet

Eine Fachkraft zeigt an einer Apothekentheke auf ein unbeschriftetes Spray und einen Beipackzettel; ein Kunde hört zu.

In der Produktliste stehen „Stud 100“, „Stud 1000“ und „Stud 5000“ mit „Lidocaine IP“, als Einheit „bottle“ und in der Kategorie „Erectile dysfunction“. Diese Angaben sind Katalogdaten. Sie bestätigen nicht, dass die drei Einträge dieselbe Zusammensetzung, Stärke, Darreichungsform oder Zulassung haben.

Lidocain betäubt örtlich – es ist kein Wirkstoff zur Erektionssteigerung

Lidocain ist ein örtliches Betäubungsmittel. Die britische Fachinformation des konkreten Arzneimittels STUD 100 Desensitizing Spray for Men beschreibt eine lidocainhaltige Hautspray-Lösung. Ihre angegebene Anwendung ist, die Berührungsempfindlichkeit des Penis zu verringern und so bei vorzeitigem oder sehr schnellem Samenerguss den Samenerguss hinauszuzögern. Das ist ein anderer Behandlungszweck als eine Erektionsstörung.

Die Fachinformation ordnet Lidocain als Lokalanästhetikum ein: Es hemmt vorübergehend die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Daraus lässt sich kein Nutzen zur Verbesserung der Erektion ableiten. Auch die britische Fachinformation zu einem anderen, genau benannten Spray, Fortacin (Lidocain plus Prilocain), beschreibt eine örtliche Betäubung zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses. Fortacin ist ein anderes Arzneimittel und wird hier nur als Vergleich für den Wirkstofftyp genannt.

Was der Listenname nicht verrät

Der gemeinsame Bestandteil „Lidocaine IP“ macht die Einträge „Stud 100“, „Stud 1000“ und „Stud 5000“ nicht austauschbar. Die Liste nennt für diese drei Produkte weder eine konkrete Lidocain-Konzentration noch eine Dosis pro Anwendung, genaue Inhaltsstoffe, eine Packungsbeilage oder eine Zulassungsnummer. Die Bezeichnungen „100“, „1000“ und „5000“ sind deshalb keine verlässliche Anleitung dazu, wie viel Wirkstoff enthalten ist oder wofür ein Produkt zugelassen wurde.

Die Fachinformation zu STUD 100 bezieht sich auf das dort genau bezeichnete britische Präparat. Sie belegt nicht, dass die drei Listeneinträge identisch sind oder dass die Varianten „Stud 1000“ und „Stud 5000“ dieselbe Zusammensetzung und Anwendung haben. Selbst bei einem gleichlautenden Produktnamen können landesspezifische Zulassungen und Packungsangaben entscheidend sein.

Örtliche Betäubung kann auch unerwünschte Folgen haben

„Örtlich“ bedeutet nicht automatisch folgenlos. Die STUD-100-Fachinformation nennt mögliche lokale Hautreizungen und seltene allergische Reaktionen. Sie weist außerdem darauf hin, dass Lidocain beim Geschlechtsverkehr auf die Partnerin übertragen werden kann. Die Fachinformation zu Fortacin nennt vorübergehende Taubheitsgefühle im Genitalbereich des Partners oder der Partnerin als mögliche Folge einer Übertragung und führt Erektionsstörungen als mögliche Nebenwirkung auf. Diese Angaben betreffen jeweils die dort benannten Präparate und lassen sich nicht ohne Weiteres auf die unbekannten Listeneinträge übertragen.

Fazit für die Produktliste

Der Katalog ordnet Stud-Produkte der Kategorie „Erectile dysfunction“ zu. Die offizielle britische Fachinformation für das konkret benannte STUD 100 beschreibt jedoch Lidocain zur Verringerung der Empfindlichkeit und zur Verzögerung des Samenergusses – nicht als Mittel zur Erektionssteigerung. Für „Stud 1000“ und „Stud 5000“ reichen die Katalogangaben für eine sichere medizinische Einordnung nicht aus. Vor jeder Bewertung müssten das exakte Produkt, seine Packungsbeilage und die Zulassung im betreffenden Land überprüft werden.

Dieser Beitrag ordnet Produkt- und Fachinformationen ein. Er ist keine individuelle Diagnose, Behandlungsempfehlung oder Gebrauchsanweisung.

Quellen

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