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Erektionsprobleme nach Prostatakrebs: Was sich nach der Behandlung verändern kann

Eine Behandlung wegen Prostatakrebs kann die Sexualität verändern. Manche Männer bemerken Erektionsprobleme während der Behandlung, andere erst später. Wie stark und wie lange Beschwerden anhalten, hängt unter anderem von der gewählten Therapie, der persönlichen Gesundheit und der Erektionsfähigkeit vor der Behandlung ab. Ein Gespräch mit dem Behandlungsteam hilft, Erwartungen und Unterstützungsmöglichkeiten individuell zu klären.

Welche Behandlungen können die Erektion beeinflussen?

Bei einer Operation an der Prostata können Nerven betroffen sein, die an einer Erektion beteiligt sind. Ob ein nervenschonendes Vorgehen möglich ist, hängt von der konkreten Situation ab. Eine Bestrahlung im Beckenbereich kann ebenfalls die Sexualfunktion beeinflussen; Veränderungen können sich auch erst mit der Zeit entwickeln.

Eine Hormontherapie kann den Testosteronspiegel senken und dadurch sexuelles Verlangen und Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Bei einer Entfernung der Prostata kann ein Orgasmus weiterhin möglich sein, aber ohne Samenerguss auftreten. Erektion, sexuelles Verlangen, Orgasmus und Ejakulation sind unterschiedliche Funktionen und sollten im Gespräch getrennt angesprochen werden.

Fragen vor und nach der Behandlung

Vor einer Behandlung können Sie fragen, welche sexuellen Veränderungen für das geplante Verfahren typisch sind, welche Faktoren Ihr persönliches Risiko beeinflussen und wann eine Nachsorge sinnvoll ist. Wenn ein Kinderwunsch besteht, sprechen Sie auch vor Beginn der Therapie über mögliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

Nach der Behandlung sollten Sie dem Urologen oder Onkologen mitteilen, welche Veränderungen auftreten und wie sie sich entwickeln. Auch Verlangen, Orgasmus, Ejakulation, Schmerzen oder Belastungen in der Partnerschaft können für die passende Unterstützung wichtig sein. Sie müssen nicht warten, bis die Beschwerden von allein verschwinden, bevor Sie das Thema ansprechen.

Welche Unterstützung infrage kommen kann

Je nach Beschwerden und Behandlungsgeschichte können ärztlich begleitete Medikamente, Hilfsmittel oder weitere Angebote zur Unterstützung der Sexualfunktion besprochen werden. Nicht jede Möglichkeit passt zu jeder Person oder Situation; die Auswahl sollte mit dem Behandlungsteam erfolgen. Setzen Sie eine Krebstherapie nicht eigenständig aus und beginnen Sie Potenzmittel oder Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne Rücksprache.

Fazit

Erektionsprobleme und andere sexuelle Veränderungen können während oder nach einer Prostatakrebsbehandlung auftreten. Operation, Bestrahlung und Hormontherapie wirken auf unterschiedliche Weise; Verlauf und Ausmaß sind individuell. Sprechen Sie über Sexualität bereits bei der Behandlungsplanung und auch in der Nachsorge, damit sich mögliche Unterstützungsangebote auf Ihre Situation abstimmen lassen.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung.

Quellen

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