
Kurzantwort: Avanafil ist ein verschreibungspflichtiger PDE-5-Hemmer zur Behandlung erektiler Dysfunktion. Es unterstützt die Durchblutung des Penis während sexueller Stimulation; es löst weder automatisch eine Erektion aus noch steigert es die Libido. Angaben zu einem möglichen frühen Wirkungseintritt aus Studien sind keine Garantie für den Einzelfall.
Wie wirkt Avanafil?
Bei sexueller Erregung wird im Schwellkörper cGMP gebildet, das die glatte Muskulatur entspannt und den Bluteinstrom unterstützt. Avanafil hemmt das Enzym PDE-5, das cGMP abbaut. Dadurch kann die natürliche Reaktion auf sexuelle Stimulation erleichtert werden. Ohne Stimulation ist keine Wirkung zu erwarten.
Wie schnell setzt die Wirkung ein?
Die EU-Produktinformation zu Spedra beschreibt Studien, in denen bei einem Teil der Teilnehmenden erfolgreiche Geschlechtsverkehrsversuche schon etwa 15 Minuten nach der Einnahme beobachtet wurden. Das ist ein Studienergebnis, kein Versprechen für jede Person. Nahrung, individuelle Faktoren und die verordnete Anwendung können den zeitlichen Verlauf beeinflussen. Halte dich an die Packungsbeilage und die ärztliche Verordnung; ändere die Einnahme nicht eigenständig.
Wichtige Sicherheitsfragen
Avanafil darf nicht zusammen mit organischen Nitraten oder dem Wirkstoff Riociguat angewendet werden. Auch bestimmte Arzneimittel, die das Enzym CYP3A4 stark hemmen, können problematisch sein. Nenne der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke deshalb alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die du einnimmst. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen muss zudem geprüft werden, ob sexuelle Aktivität medizinisch vertretbar ist.
Häufige Nebenwirkungen können unter anderem Kopfschmerzen, Gesichtsrötung oder verstopfte Nase sein. Bei plötzlichen Seh- oder Hörproblemen, Brustschmerz oder einer anhaltenden schmerzhaften Erektion ist umgehend medizinische Hilfe nötig.
Fazit
Avanafil kann bei passender ärztlicher Beurteilung eine Behandlungsoption sein. Wirkbeginn und Wirkung unterscheiden sich individuell. Entscheidend sind eine sichere Bezugsquelle, die persönliche Vorgeschichte und die Prüfung möglicher Wechselwirkungen.
Quellen
Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Packungsbeilage.




